Aktuelles

Weltmeere Umweltschutz

Dreiviertel der Abfälle im Meer bestehen aus Kunststoffen, deren Abbau Jahrhunderte benötigt. Dieses Thema ist schon seit einiger Zeit in aller Munde. Mittlerweile gibt es verschiedene Projekte, um das Plastikaufkommen in den Meeren zu verringern. Die deutsche Architektin Marcella Hansch hat eine schwimmende Plattform entworfen, die Plastikmüll sowohl von der Oberfläche als auch aus der Tiefe abfangen soll. Das Plastik soll zur Gewinnung sauberer Energie zu Wasserstoff und Kohlendioxid verarbeitet werden. Der Wasserstoff kann dann mit Hilfe von Brennstoffzellen an Bord die Anlage mit Strom und Wärme versorgen. Somit arbeitet die Anlage autark. Das Kohlendioxid dient Algen als Nahrung, aus denen biologisch abbaubare Kunststoffe hergestellt werden können. Hansch gründete gemeinsam mit einigen Mitstreitern den Verein Pacific Garbage Screening. Die Mitglieder des Vereins forschen ehrenamtlich und größtenteils selbstfinanziert, damit die Plattform tatsächlich zum Einsatz kommen wird. Ein ähnliches Projekt befindet sich seit Mitte Oktober im Einsatz und fischt erstmals Plastik vom Pazifischen Müllstrudel. Dieses Projekt heißt „The Ocean Cleanup“ und wurde von dem Niederländer Boyan Slat ins Leben gerufen. Ob das Konzept funktioniert, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

Umbaumaßnahmen Gewerbeabfallsortierung

In den letzten Wochen wurde die Gewerbeabfall- Sortieranlage an unserem Standort in der Dieselstraße in Meppen umgebaut. Es wurden verschiedene verfahrenstechnische Anpassungen und Erweiterungen vorgenommen, um die Sortierqualitäten entsprechend den Vorgaben der Gewerbeabfallverordnung an Vorbehandlungsanlagen zu verbessern. Hierzu wurden bspw. die Spezifikationen der Siebtrommel geändert. Außerdem kommen nun weitere Aggregate zum Einsatz, die Wertstoffe wie Kunststoff, FE- und NE- Metalle, Holz oder Papier automatisch ausbringen.

Fahrzeuge&Technik

Radlader groß

Radlader wurden für den Transport und das Verladen schwerer Gegenstände, vorzugsweise für Schüttgüter entwickelt. Wenn es darum geht, loses Material über eine kurze Distanz zu transportieren oder LKW zu beladen, sind sie die erste Wahl. In unserem Unternehmen werden Radlader verschiedener Marken mit einem Betriebsgewicht bis zu 15t eingesetzt. Im Wesentlichen besteht ein Radlader aus einem Fahrgestell mit einer Knicklenkung. Das heißt, es werden nicht die Räder einzeln angelenkt, sondern der Rahmen wird im Lenkvorgang „geknickt“. Außerdem sind vier Räder gleicher Größe, mit einem Durchmesser von ca. 1,5 m und einer Traglast von über 8 t je Rad montiert. Am Rahmenvorderteil ist die hydraulisch betätigte Schwinge inkl. des benötigten Anbaugerätes montiert. Unter anderem kommen einfache Anbauschaufeln für schweres Material, spezielle Hochkippschaufeln für das Beladen von LKW mit einer Gesamthöhe von bis zu 4m und/oder Schaufeln mit Niederhalter für sperrige Güter zum Einsatz. Je nach Ausführung der Schaufel, kann Material bis zu einem Gewicht von ca. 5 t und einer Höhe von über 4 m angehoben werden. Natürlich ist die Fahrerkabine als Dauerarbeitsplatz mit Klimaanlage und Komfortsitz ausgestattet.

Gesetze

Schall-Immission

Mit dem Begriff Schall- oder Geräuschimmission wird die Einwirkung von Schall auf einen Ort beschrieben. Schallimmissionen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sind auf Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter einwirkende Geräusche. Emissionen sind die von einer Anlage ausgehenden Geräusche. Als Lärm werden störender Schall bzw. störende Geräusche bezeichnet. Der Begriff Lärm enthält somit schon eine negative Wertung physikalisch neutraler Begriffe. Die Grundlage zur Ermittlung und zur Beurteilung von Geräuschimmissionen gewerblicher und industrieller Anlagen bildet nach dem BImSchG die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (kurz TA Lärm). Sie ist allerdings u.a. nicht anzuwenden bei Straßen- und Schienenverkehrslärm, Fluglärm, Sportlärm und nicht genehmigungsbedürftigen landwirtschaftlichen Anlagen. Es gibt Immissionsrichtwerte, bei deren Einhaltung im Regelfall ausgeschlossen werden kann, dass schädliche Umwelteinwirkungen im Einwirkungsbereich der Anlagen vorliegen. Diese Werte sind abhängig von der Gebietsnutzung nach dem Schutzanspruch der Nachbarschaft gestaffelt und gehen von der gesonderten Berücksichtigung definierter Ruhezeiten bzw. von Zeitblöcken wie Tag und Nacht aus. Außerdem sind noch zulässige Werte von kurzzeitigen Geräuschspitzen und von sogenannten „seltenen Ereignissen“ geregelt. Zu beachten ist auch, dass die Richtwerte immissionsortbezogen und nicht anlagenbezogen gelten, also die jeweiligen Richtwerte durch die Gesamtheit aller einwirkenden Anlagen eingehalten werden müssen und bei der Neuplanung einer Anlage die Betrachtung der bereits bestehenden Vorbelastung erforderlich ist.

Sekundärrohstoffe

Bleibatterien

Auch wenn der Sommer anscheinend kein Ende nahm, eine Frage kommt im Spätherbst auf die meisten von uns zu: Funktioniert meine Autobatterie noch, wenn der erste Frost kommt oder muss ich sie austauschen? Was passiert dann mit der Altbatterie, wenn die Werkstatt sie ausgebaut hat? Machen wir bei Augustin da auch was? Autobatterien sind zwar ein gefährlicher Abfall, da sie hochkonzentrierte Schwefelsäure enthalten, andererseits aber auch sehr werthaltig durch das Blei. Aus diesem Grund gibt es ein sehr gut ausgebautes Sammel- und Recyclingnetzwerk. Die meisten Automobilhersteller lassen ihre Vertragswerkstätten durch Logistikunternehmen wie CCR oder Interseroh entsorgen. Wir bei Augustin machen das für die CCR durch unsere Niederlassungen in Bremen, Herzlake und Leer. Wir stellen in den Werkstätten spezielle Sammelbehälter auf, die getauscht werden, wenn sie voll sind. Haben sich in unseren Sonderabfallzwischenlägern ausreichende Mengen angesammelt, fahren wir damit direkt in unterchiedliche Bleihütten. Dort werden alle Komponenten der Altbatterien fast vollständig zu neuen Produkten aufgearbeitet: Es wird neues Blei raffiniert, die Schwefelsäure wird gereinigt oder auch zu Chemikalien wie Natriumsulfat umgearbeitet und der Kunststoff als Polypropylencompound vermarktet.

Wir wünschen Ihnen noch einen erfolgreichen November.