Kanal-, Industrie- und Straßenreinigung

Im Bereich Kanal-, Industrie- und Straßenreinigung bieten wir folgende Leistungen

Entsorgungsfachbetrieb
Kanalreinigung, Kanalinspektion & Kanalsanierung
Dichtigkeitsprüfungen nach DIN EN 1610
Industriereinigung
Straßenreinigung, Betriebsplatzreinigung, Straßeneinlaufreinigung
Abscheiderreinigung und -wartung
Güteschutz Kanalbau I,R,D,S 15.18
SCC
Notfalldienst 24 h

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Zertifikate
Zertifikate: Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001:2008
GZQ-Zertifikat: Einsammeln, Befördern, Lagern und Behandeln

Standorte für Kanal-, Industrie- und Straßenreinigung

Entsorgungsbetrieb Kanal und Straße

Mit modernster Technik im Einsatz für saubere Straßen und Kanäle.
Wir bieten Ihnen zuverlässigen Service in zwei Bereichen: Die Reinigung von Straßen, Wegen und Betriebsplätzen sowie die Unterhaltung von Abwasserkanälen und Leitungen. Unsere Auftraggeber sind Kommunen, Verbände, die Industrie sowie Private. Unsere Gerätschaften entsprechen dem Stand der Technik und werden in der betriebseigenen Werkstatt fortwährend gewartet und instandgehalten, um beim Kunden den maximalen Erfolg zu erzielen.

Straßenreinigung

Wir sind täglich für Sie unterwegs mit unseren Kehrmaschinen. Hier unterscheiden wir in drei Kategorien.

Große Saug-/Kehrmaschine einseitig aufnehmend, d. h. mit einem Tellerbesen in Fahrtrichtung rechts wird der Schmutz auf der Staßenoberfläche / Gosse gelöst und über den Absaugtrichter mit Hilfe einer Turbine in den Schmutzbehälter befördert. Als Unterstützung für die flächige Reinigung der Straße unter der Kehrmaschine, kann der Walzenbesen mit hinzugenommen werden. Große Saug-/Kehrmaschine beidseitig aufnehmend. Das Prinzip entspricht den o. a. Abläufen jedoch ist es zusätzlich möglich, in Fahrtrichtung links den Straßenrand zu reinigen. Das bietet erhebliche Vorteile beim Reinigen von Einbahnstraßen oder baulich voneinander getrennten Fahrstreifen wie Autobahnen oder Kraftfahrtstraßen.

Die kleine Kehrmaschine rundet das Programm ab. Sie wird eingesetzt bei der Reinigung von Geh- u. Radwegen, Fußgängerzonen, Parkhäusern, Industriehallen, Parkplätzen, etc.. Alle Kehrmaschinen können sowohl mit als auch ohne Wasserzugabe reinigen. Die Zugabe von Wasser über die Sprühdüsen verhindert die unangenehme Staubentwicklung. Je nach Beschaffenheit der Oberfläche kann unter diversen unterschiedlichen Bestückungen der Radialbesen gewählt werden. Von der Kunststofffaser für weiche Oberflächen bis zum harten Drahtzopf für die Unkrautbeseitigung.

Der Schmutzbehälter der Fahrzeuge hat ein Fassungsvermögen von bis zu 6 cbm, um so auch größere Touren / Flächen problemlos ohne zeitintensive Entsorgungsfahrten am Stück reinigen zu können.

Rohrreinigung

Bei Abflussstörungen im Gebäudeinneren, in Dachentwässerungen, im Bereich von Hausanschlussleitungen sowie Hof- und Parkplatzentwässerung kommt unser Hochdruckspülfahrzeug zum Einsatz.

Es ist mit wahlweise 2 Hochdruckschläuchen mit einer Länge von bis zu 150,00 m bestückt, welche im Rückraum eines MB Sprinters angebracht sind. Ca. 2 cbm Wasser zum Spülen befinden sich im Fahrzeuginneren. Der Tank kann über B- oder C-Kupplung oder auch einfach über einen herkömmlichen Gartenschlauch befüllt werden. Direkt am Fahrzeug oder per Fernbedienung wird der HD-Schlauch über einen Schacht, eine Reinigungsöffnung, Waschbecken oder WC in die Leitung befördert und so mit einem Spüldruck von bis zu 120 bar diese von Ablagerungen oder Abflusshindernissen befreit.

Zur Feststellung des Reinigungserfolges kann die Leitung im Nachgang mit einer mobilen Kanalkamera befahren und die Aufzeichnung dem Betreiber zur Verfügung gestellt werden. Um ggfls. Rohrbrüche oder Ablagerungen in der Örtlichkeit zu markieren, wird bei diesen Arbeiten ein Ortungsgerät eingesetzt, welches in der Lage ist, elektronisch über Sender und Empfänger den Schaden zu lokalisieren. Das Fahrzeuginnere ist ständig beheizt und so auch bei Temperaturen bis im zweistelligen Minusbereich einsetzbar. Aufgrund der geringen Außenmaße ist es auch ohne weiteres im Inneren von Industrie- und Gewerbehallen, sowie bedingt in Parkhäusern einzusetzen.

Zum weiteren Equipment gehören diverse Düsensätze, Reinigungsspiralen in 3 unterschiedlichen Ausführungen, Wurzelfräsen, Schlagbohrdüsen sowie ein Nasssauger. Dort, wo der Installateur für Gas-, Wasser- und Abwasser nicht mehr weiter kommt, kommt unsere Technik zum Einsatz.

Getreu unserem Leitsatz: SES Schnell – Einfach – Sauber!

Das Fahrzeug ist rund um die Uhr, 24 Stunden täglich, an 365 Tagen im Jahr über unsere Notfall-Telefonnummer 05931-1067 zu erreichen und abrufbar.

Kanalreinigung

Unsere kombinierten Saug- und Spülfahrzeuge, 11 an der Zahl, sind im bundesweiten Einsatz unterwegs und reinigen kommunale, gewerbliche und private Abwassersysteme.

Wir unterscheiden hier zwei Aufbauvarianten: einmal ohne Wasserrückgewinnung und einmal mit. Die Fahrzeuge ohne Rückgewinnung werden in erster Linie eingesetzt in der Abscheider- und Grubenentleerung sowie Austausch von Filtermaterialien in Schwimmbädern, Wasserwerken etc..

Die Fahrzeuge sind mit einem Ausschubkolben ausgestattet der es je nach Einstellung zulässt, zwischen 2 und 10 cbm Wasser zum Spülen vorzuhalten oder die gleiche Menge Abwasser zur Entsorgung aufzunehmen und zur Endentsorgungsstelle zu befördern. Sie führen bis zu 100 Meter Saugschlauch mit, um auch an die entlegensten Stellen zu kommen. Weiterhin ist eine Spülschlauchhaspel am Teleskoparm rückseitig des Tanks angebracht, um zusätzlich die Möglichkeit zu haben, angeschlossene Zu- und Ablaufleitungen zu reinigen. Der Teleskoparm ist beidseitig bis zu 90 Grad schwenkbar, zusätzlich kann der Arm bis zu 3,00 Metern ausgefahren werden. Dies ist alles über eine Fernbedienung steuerbar, so dass der Bediener selbst möglichst wenig Hand anlegen muss. Die Hochdruckpumpe erzeugt bis zu 350 bar und die Vakuumpumpe saugt bis zu 2500 cbm in der Stunde. Parameter die es uns ermöglichen, ohne große körperliche Anstrengungen, schnell und effektiv zum Erfolg zu kommen.

Die Variante mit der Wasserrückgewinnung wird dort eingesetzt, wo es drum geht, mit möglichst geringem Einsatz von Frischwasser eine möglichst hohe Reinigungsleistung zu erzielen. Dies dient in erster Linie des gewissenhaften Umgangs mit der Umwelt, nämlich einsparen von Ressourcen, einsparen von Fahrtwegen zur nächstgelegenen Befüllstation und dementsprechend geringerer Kraftstoffverbrauch und Verschleiß. Aufgrund des speziellen Systems der Rückgewinnung ist die Anlage nicht auf Frischwasser angewiesen, d. h. Wasser aus dem Rücklauf einer Kläranlage oder Brauchwasser kann auch zum Spülen eingesetzt werden.

Die Rückgewinnung von Spülwasser aus dem aufgenommen Abwasser funktioniert in folgenden Schritten:

Die Grobabscheidewand trennt Grobstoffe wie Steine und Schotter ab und hält diese im Schlammteil im hinteren Bereich zurück. Der selbstreinigende Wasserdurchlauf ist im Schlammbehälter installiert und dient als Vorsandabscheidestufe sowie zur Wassereinleitung in das physikalische Wasseraufbereitungssystem. Das System passt sich ständig automatisch an die Höhe des Schlammwasserstandes im Schlammbehälter an und positioniert sich unterhalb der Schlammwasseroberfläche. Die Selbstreinigung des Wasserdurchlaufs erfolgt ständig entgegen der Fließrichtung. Das Reinigungswasser wird mittels Kreiselpumpe kontinuierlich aus dem Recyclingwasserkreislauf bereitgestellt.

Die erste Kreiselpumpe transportiert das vorgereinigte Wasser aus dem Schlammbehälter über den Wasserdurchlauf in die 1. Sandabscheidestufe. Gleichzeitig wird das Reinigungswasser für den selbstreinigenden Wasserdurchlauf in die Spülleitung eingespeist.

Die Zyklonanlage trennt unter Druckbeaufschlagung physikalisch durch Zentrifugalkraft den Fein- und Feinstsand vom Wasser. Die abgeschiedenen Teilchen werden ausgetragen und automatisch in den Schlammbehälter zurückgeführt. Das gereinigte Wasser wird in den Wasserbehälter weitergeleitet.

Das in der 1. Zyklonanlage vorgereinigte Wasser tritt in den separaten Wasserbehälter ein. Dieser besteht aus 5 Kammern. Die Kammern 1-4 sind große Absetzbecken (Beruhigungszonen) und dienen als Sedimentations- und Reinigungsbereich. Die Absetzfläche beträgt ca. 8 m2. Hier trennen sich Schlamm-, Feststoff- und Sandpartikel mittels physikalischer Schwerkraftabscheidung und sinken zu Boden. Optimales Absetzverhalten bei jedem Wasserstand ist aufgrund der großen Grundfläche sichergestellt. Zur Intensivierung und Prozessbeschleunigung wird jeweils das sauberste Wasser von der Oberfläche in die nächste Kammer geleitet um dort den Absetzvorgang zu wiederholen. Die Kammer 5 dient als Vorratskammer für das komplett recycelte Wasser, welches der Hochdruckpumpe bereitgestellt wird.

Die zweite Kreiselpumpe transportiert das vorgereinigte Wasser aus Kammer 4 des Wasserbehälters in zwei Doppel-Sandabscheidestufen. Die beiden Doppelzyklonanlagen trennen unter Druckbeaufschlagung (Kreiselpumpe) physikalisch durch Zentrifugalkraft den Fein- und Feinstsand vom Wasser. Die abgeschiedenen Teilchen werden ausgetragen und automatisch in den Schlammbehälter zurückgeführt. Das gereinigte Wasser wird nach dreifachem Durchlauf der Anlage über die Kammer 5 des Wasserbehälters schließlich der Hochdruckpumpe bereitgestellt.

Die Aufbereitungsmenge an recyceltem Wasser beträgt pro Minute 1200 Liter. Bei einer HD-Pumpe mit einer Kapazität von 400 ltr. pro Minute besteht eine 3-fache Sicherheit im System. Die gesamte Wasserrecyclinganlage arbeitet kontinuierlich, ohne Unterbrechung während des Saug- und Spülbetriebes. Alle Prozesse werden über die SPS CAN-BUS- Computersteuerung vollautomatisch gesteuert und überwacht. Eine manuelle Steuermöglichkeit des Systems ist zusätzlich vorhanden. Die Fahrzeuge mit Wasserrückgewinnung sind mit Hochdruckpumpen von ca. 400 ltr./min ausgestattet und imstande einen Druck von bis zu 175 bar aufzubauen. Es können bis zu 500 Meter Spülschlauch aufgehaspelt werden.

Dies ist besonders bei Arbeiten auf Deponien oder in unübersichtlichem Gelände von großem Vorteil, da mehrere Haltungen ohne umzusetzen an einem Stück gereinigt werden können. Die bis zu 180 Grad schwenk- und ausfahrbare Haspel nimmt sowohl den Saug- wie auch den Druckschlauch auf. Als Standard sind 25,00 m Saugschlauch DN 100 – 125 aufgehaspelt, als Reserve noch einmal dieselbe Länge, verstaut in den seitliche Ablagekästen des Fahrzeugs. Vom HD-Schlauch ist standartmäßig etwa 200,00 m drauf in den Nennweiten 1 bis 1,25 Zoll. Hier wird zwischen Gummi-und Kunststoffschlauch unterschieden.

Besteht die Aufgabe darin möglichst lange Strecken zu reinigen, greift man auf den Kunststoffschlauch zurück, da dieser ein geringeres Gewicht hat und somit im Kanal schwimmt. Bei kleineren Durchmessern mit vielen Bögen nimmt man den Gummischlauch, da dieser elastischer und besser lenkbar ist.

Zusätzlich sind die Fahrzeuge mit einer zweiten Spülschlauchhaspel ausgestattet. Hier sind in der Regel bis zu 100,00 m in 0,5 oder 0,75 Zoll drauf, für die kleineren Nennweiten und zum Ausspritzen der Bauwerke.

Sehende Nordseedüse

Nach dem jetzigen Wasserhaushaltsgesetz (WHG) müssen alle 10 Jahre die Hausanschlussleitungen überprüft werden. Die Gesamtlänge der Hausanschlüsse übersteigt dabei die der kommunalen Abwassernetze um das zweifache.

Ziel und Zweck dieser Überprüfungen ist die Vermeidung unnötiger Klärwerksbelastungen sowie der Umweltverschmutzung durch beschädigte Hausanschlüsse. Weiterhin sollen Beschädigungen der kommunalen und gemeinschaftlichen Infrastruktur (Kanäle, Straßen, etc.) durch „blinde“ Spülungen oder dauerhaftes Versickern von Abwasser verhindert werden, beispielsweise durch Unterspülungen in beschädigten Kanälen oder Anschlüssen.

Im herkömmlichen Verfahren werden Spül- und Kamerawagen nacheinander eingesetzt. Zuerst wird ein Hochdruckwasserschlauch in den Hauptkanal eingeführt und dieser wird blind gespült. Der Bediener hat dabei keinerlei Einblick in den Hauptkanal bzw. den Hausanschluss.

Mit der Erfindung und Entwicklung der „Sehenden Nordseedüse“ ist ein neues Zeitalter der Kanalinspektion und –reinigung angebrochen. Nun ist es möglich, was bisher nur Wunschdenken der Verantwortlichen war, einen Blick in das unterirdische Kanalsystem vom großen Hauptkanal aus bis hin zum niederquerschnittigen Hausanschluss zu werfen, ohne vorher intensiv gereinigt zu haben.

Die Reinigung und Inspektion erfolgt hierbei immer vom Hauptkanal aus hin zu den Hausanschlüssen. Bei den klassischen Inspektionssystemen wird dagegen häufig eine Kamera im Keller oder der Parterre eines Hauses in den Kanal eingelassen, was mit großen Verunreinigungen verbunden ist.

Der Bediener kann das Geschehen jederzeit live per Videostream mitverfolgen, gleichzeitig Schäden feststellen sowie dokumentieren und durch das einzigartige Design des Düsensystems sowie der integrierten Steuerung direkt in die Hausanschlüsse einfahren.

Im Falle der Schadensfeststellung können Probleme vermieden und finanzielle Ressourcen geschont werden. Für weitere Inspektionen der Kanäle und Hausanschlüsse durch Kamerawagen ist die Düse der ideale Wegbereiter.

Dieses System wird bereits seit einigen Jahren mit großem Erfolg in unserem Unternehmen eingesetzt. Zur Zeit sind wir mit 3 Anlagen bundesweit unterwegs.

Kanalinspektion

Im Segment der Kanalinspektion erfährt unser Unternehmen in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum.

Hier merkt man deutlich, dass die Landesgesetze (Eigenkontrollverordnung, Selbstüberwachungsverordnung, u. a.) greifen und die Kommunen und Verbände diese dementsprechend umsetzen.

Wir sind mit sieben vollausgestatteten Inspektionsfahrzeugen unterwegs. Alle sind zusätzlich ausgestattet mit einer Schiebekameraanlage, so dass vom Durchmesser NW 50 bis zu DN 2000 alles abgedeckt ist. Weiterhin sind 5 dieser Fahrzeuge mit Satellitentechnik bestückt, was heißt, dass eine Befahrung von Anschlussleitungen aus dem Hauptkanal heraus erfolgt.

Unsere Schiebeanlagen „IBAK MiniLite“ sind kompakte Schiebekameraanlagen für die Inspektion von Haus- und Grundstücksentwässerungsanlagen. Sie zeichnen sich aus durch eine einfache Bedienung über ein spritzwassergeschütztes 10-Zoll-Touch-Display und einen Joystick. Der Bediener ist in der Handhabung flexibel. Er verwendet seinen Finger, einen Bleistift oder schließt eine Tastatur an. Texteingaben oder die Speicherung von Bild- oder Videodateien erfolgen auf dem integrierten PC mit dem IKAS Recorder. Der Datenaustausch findet per USB-Stick statt. In Kombination mit der Kamera ORION kann optional Ortung oder Laservermessung durchgeführt werden.

Je nach Bedarf kann die Anlage zusätzlich mit einer Verlängerungsfunktion und Software ausgestattet werden. Bei einfachen Projekten ohne komplizierte Datenaustauschformate steht das IKAS mini zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Software können Inspektionen für Abwasseranlagen gemäß der in Europa gültigen Norm EN 13508-2 aufgenommen werden.

Das Inspektionsergebnis wird mit übersichtlichen Reports zu Papier oder PDF gebracht. Werden bestimmte Datenaustauschformate gewünscht oder soll ein 3D-Lageplan erstellt werden, kann ein vollständiges IKAS installiert werden.

Die Hauptkanäle ab DN 150 werden mit der ORPHEUS oder der ARGUS von IBAK befahren.

Die ORPHEUS ist eine ab DN 150 einsetzbare Dreh- und Schwenkkopfkamera. Sie verbindet die bewährten Funktionalitäten der ORION wie die volle Rotationsfähigkeit des Kamerakopfes und das automatische Abschwenken von Rohrmuffen mit einem Zoomobjektiv und der Laser-Referenzmessung. Zwei integrierte Laser ermöglichen in Kombination mit der IBAK-Software IKAS komfortable Schadensvermessungen. Der 10-fach optische Zoom sowie die automatische Nullstellung perfektionieren die Kamera. Geschützt durch schlagfeste transparente Schutzkörper sorgen die integrierten Leuchtdioden für eine sehr gute Ausleuchtung. So kann mit der ORPHEUS in mittleren Rohrdurchmessern ein großer Untersuchungsbereich optimal abgedeckt werden. Integrierte Sensoren für die Drucküberwachung und der optionale Explosionsschutz sichern das System und die Einsatzumgebung zuverlässig ab. Die IBAK ORPHEUS kann modular an alle IBAK-Kamerafahrwagen sowie an einen Schachtadapter angeschlossen werden.

Die IBAK ARGUS ist eine Dreh-, Neige- und Schwenkkopfkamera, die sich per Knopfdruck auf die speziellen Anforderungen jedes gewünschten Arbeitsauftrages umschalten lässt. So kann per Vorwahltaste der Schwenkbetrieb oder der Neigebetrieb eingestellt werden. Bei der ARGUS bleibt das Kamerabild durch den ROTAX-Verschwenkmechanismus selbst beim Schwenken, Drehen oder Neigen des Kamerakopfes immer aufrecht und lagerichtig, so das der Betrachter sich problemlos orientieren kann. Die integrierten und regelbaren Power-LED`s sorgen sowohl im Nah- als auch im Fernbereich für eine optimale Ausleuchtung. Befahrungen sind auch in größeren Rohrdurchmessern ohne Zusatzbeleuchtung möglich. Die getrennt voneinander schalbare linke und rechte mitschwenkende Beleuchtung erleichtert die eindeutige Identifizierung von Schäden. Durch die integrierte zuschaltbare Muffenspaltbeleuchtung sowie die automatische Abschwenkfunktion macht die ARGUS ihrem Namen alle Ehre.

Die Vorzüge eines Autofokus hat IBAK mittels des innovativen „One-Push-Autofokus“ optimiert. Nach jedem Positionswechsel des Kameraschwenkkopfes oder beim Zurückstellen in Neutralstellung wird der Autofokus einmal ausgelöst und erzeugt sofort ein scharfes Bild. Die Funktionalität des Lasers zur Durchmesser- und Deformationsbestimmung sowie Schadensvermessung ist optimal auf die IBAK-Kanal-Analyse-Software abgestimmt.

Das Modul IBAK LISY macht aus den Fahrwagen T 76 und T 86 ein laterales Inspektionssystem, das ab einem Hauptkanaldurchmesser von DN 150 eingesetzt werden kann. Ein Klappgelenk sorgt für das leichte Einbringen auch bei abknickendem Gerinne.

Mit den im Baukastenprinzip konzipierten Elementen für die Höhenverstellung lässt sich der Fahrwagen mir LISY problemlos an den Rohrdurchmesser anpassen.

Vom Hauptkanal aus ermöglicht LISY die Inspektion von Anschlussleitungen ab DN 100. Die steckbare Kontrollkamera sorgt für einen komfortablen Workflow – sie dient der ständigen Kontrolle der Standposition und assistiert beim Einfädeln und Vorschieben der Inspektions-Kamera.

Zum Spülen und Inspizieren in einem Arbeitsgang kann der Schiebestab der LISY Synchronwinde oder der KT 220 mit der Spüldüse PHOBOS ergänzt werden.

Die LISY ist in Verbindung mit dem Fahrwagen T 76 / T 86 ein robustes und langlebiges Inspektionssystem, das individuellen Anforderungen gerecht wird und sowohl durch seine hohe Vorschubgeschwindigkeit als auch durch das einfache Handling überzeugt.

Als Software zur Erfassung von Kanal-TV-Untersuchungsdaten nutzen wir IKAS 32. Mit dem IKAS 32 Report Viewer lassen sich die Inspektionsdaten (Berichte, Filme oder Statistiken) auf beliebigen Medien (DVD, USB, CD) weitergeben und sichten.

Durch den modularen und optional erweiterbaren Aufbau kann das IKAS 32 schnell und einfach an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden. Bereits das Grundsystem ist für unterschiedliche Arbeitsumgebungen verfügbar.

Das IKAS 32 ist mit unterschiedlichen Schnittstellenmodulen ausgestattet, ATV-M150, ISYBAU96, ISYBAUXML, u. a. . Es werden die Eingabemaske, Referenztabellen, Inspektionsberichte, Kodiersysteme sowie Daten-Import und –Export bereitgestellt. Für den Bediener ergibt sich ein Maximum an Datensicherheit, von der geprüften Dateneingabe bis zur regelkonformen Datenweitergabe an den Auftraggeber.

Für die Kanal-TV-Inspektion der Grundstücksentwässerung mit automatisch erzeugtem geo-referenzierten Lageplan nutzen wir den IKAS 32 Navigator.

Er ist ein Assistent zur Erfassung von Richtungsänderungen des Leitungsverlaufs während der TV-Befahrung. Durch die optische Auswertung des Videobildes werden die vom Bediener zu machenden Angaben mit Krümmer/Bögen durch einfache Maisklicks ersetzt.

Mit dem NAVIGATOR-Assistenten und dem lagerichtigen Bild der Kameras erfolgt die Datenerfassung ohne zusätzlichen Zeitaufwand bei der Inspektion – und dies unabhängig von der individuellen Einschätzung des Inspekteurs. Der NAVIGATOR-Assistent ersetzt die Schätzung durch eine Auswertung des Videobildes. Zusätzlich wird die Richtungsänderung nicht nur im Uhrzeitschema sondern auch in Grad-genauer Auflösung gespeichert. Die so gewonnenen Richtungsdaten einer Leitung ergeben automatisch deren dreidimensionalen Verlauf. Über einen geo-referenzierten Bezugspunkt lässt sich dieser Leitungsverlauf in einen Lageplan des Leitungsnetzes einpassen und ergänzt so den Inspektionsbericht. Die IKAS 32 Plankomponente generiert dann automatisch den Leitungsverlauf. Dessen dreidimensionale X,Y,Z-Koordinaten werden in der Kanaldatenbank gespeichert und können direkt an beliebige GIS-Datenbanken weitergegeben werden.

Kanalsanierung

Auch im Bereich der Kanalsanierung sind wir mit 3 Kofferfahrzeugen bundesweit im Einsatz. Wir vertrauen hier der bewährten Technik der Fa. JTelectronics aus Lindau gepaart mit den Robotern von Schwalm und M-Tec.

Alle Fahrzeuge verfügen über eine Kanalinspektionsanlage, ein Kanalreinigungsaggregat,

einer Dichtheitsprüfanlage für Wasser und Luft sowie je zwei Fräsrobotern für die Nennweiten DN 150 bis DN 800.

Bedient und gesteuert werden die Roboter per Joystick über eine digitale Steuerung.

Die Steuerung erfolgt linear, d. h. Geschwindigkeit und Beschleunigung des Roboters reagieren in einem direkten 1:1-Verhältnis zur Joystickstellung. Die Roboter sind mit hochauflösenden Farbkameras bestückt. Sie verfügen über leistungsstarke Scheinwerfer in LED-Technik. Über eine Spüleinrichtung lässt sich die Kamera-Optik ferngesteuert mit Wasser reinigen.

Die Roboter liegen stabil im Kanalrohr, ohne zusätzlich verspannt oder abgesichert werden zu müssen. Für die gute Bodenhaftung der Roboter sorgen das hohe Eigengewicht ( bis zu 100,00 kg) und der tief liegende Schwerpunkt. Die Roboter werden natürlich nicht händisch sondern über eine elektrisch betriebene Seilwinde in den Kanal abgelassen.

Sie werden mit einem Luftmotor betrieben, der bis zu 13.000 Umdrehungen pro Minute macht. Über ein Universal-Anschlussgewinde lassen sich verschiedenste Werkzeugvorsätze wie Fräser, Schleifer, Meißel oder Bürsten montieren.

Hiermit werden einragende Dichtungen, Muffenversätze, Wurzeleinwüchse, Ablagerungen und sonstige Fremdkörper problemlos beseitigt und aus dem Kanal entfernt.

Sind Schäden wie Risse, Brüche und Versätze im Kanal, werden diese mit unserem Kurzlinerverfahren repariert. Dieses System wenden wir bei Nennweiten von DN 70 bis DN 800 in Längen bis zu 2,00 m am Stück an, bei nahezu allen Rohrmaterialien.

Ein Aufgraben der Leitungen ist nicht nötig, die Schäden werden partiell von innen mittels Kurzliner repariert, schnell, einfach und sauber.

Zuerst wird der Kanal mit der Kamera untersucht und der Schaden lokalisiert. Dann wird der Bereich gereinigt und die Wandung mit dem Fräskopf aufgeraut, damit ein vernünftiger Verbund zwischen Altrohr und Liner entsteht. Auf dem Laminiertisch wird die vorher zugeschnittene Glasfasermatte ( ca. 1.400,00 Gramm/m2) mit dem speziell hierfür entwickelten Harz auf Silikatbasis getränkt. Die getränkte Matte wird dann auf dem Sanierungspacker fixiert und über den Schacht oder eine Rohröffnung zum Schaden befördert. Dort angekommen, wird der Packer mit Druck beaufschlagt, so dass die Matte an die Rohrwandung gepresst wird. Überschüssiges Harz wird in die Schadstelle gedrückt, so dass eine Verklebung und Verzahnung mit der Rohrwandung entsteht. Je nach Mischungsverhältnis und Umgebungstemperatur ist der Liner nach 1 bis 2 Stunden komplett ausgehärtet und der Schaden ist saniert.

Ähnlich vollzogen wird auch die Sanierung von Anschlussbereichen mit dem sogenannten Hutprofil. Nachdem der Anschlussbereich mit dem Fräsroboter vorbereitet wurde, wird mit einer Spezialblase ein mit Harz getränktes Filzhütchen zum Abzweig befördert und positioniert. Das Hutprofil reicht bis zu 30 cm in die Anschlussleitung hinein und die Hutkrempe schließt den Bereich am Hauptrohr ab.

Sowohl bei den Hutprofilen wie auch bei den Kurzlinern wird der Querschnitt des Rohres nicht nennenswert beeinflusst. Dementsprechend ändert sich an der Hydraulik auch nichts.

Im Gegenteil, durch die Materialeigenschaften des Liners verbessert sich der Volumenstrom.

Die Rohrleitung ist auch während des Sanierungsvorganges betriebsbereit, da sich im Zentrum des Sanierungspackers ein offener Durchgang befindet.

Alle verwendeten Materialien haben eine DIBT-Zulassung.

Durch ständige Eigen- und Fremdüberwachung ist der hohe Standard unserer Sanierungsverfahren gewährleistet.

Mit unseren Sanierungsfahrzeugen wird aber nicht ausschließlich saniert, es werden bei neu angelegten oder sanierten Entwässerungssystemen Dichtigkeitsprüfungen durchgeführt.

Dies geschieht in der Regel in Anlehnung an die DIN EN 1610.

Dichtigkeitsprüfungen können mit Luft als Druck- oder Unterdruckprüfung sowie mit Wasser durchgeführt werden.

Kanalhaltungen werden am Ende sowie an den Anschlussleitungen mit Absperrblasen luftdicht verschlossen. Über ein Prüfelement wird Luftüber- oder Unterdruck auf die Haltung gegeben. Je nach Material, Nennweite und Länge der Haltung muss dieser Druck eine vorgegebene Zeit aufrecht erhalten bleiben, um die Leitung als dicht bezeichnen zu können. Die Mess- und Regelvorgänge werden allesamt vollautomatisch vom System übernommen.

Als Nachweis für den Auftraggeber erzeugt das Programm ein Messprotokoll. Alle Sonden und Messinstrumente werden einmal jährlich einer Kalibrierung unterzogen, um auch fortwährend exakte Ergebnisse und dementsprechend eine einwandfreie Qualität gewährleisten zu können.